3-4% mehr Klicks und Konversion mit Google Ads Update​

Mehr Klicks und Konversion mit Google Ads Update

Es wird zukünftig eine spannende Erneuerung bei Google Ads geben. Google hat am 31.07.19 veröffentlicht, dass Google Ads ein weiteres Update bekommt. Dieses Update wird eine enorme Veränderung mit sich bringen bezogen auf die Strategieauslegung, Keyword Recherche und Kampagnen Erstellung. Google gibt an, dass mit dem Update „weitgehend passend modifiziert“ und „passende Wortgruppen“ 3-4% mehr Klicks und Konversion erzielt werden. Ungefähr 85% der neuen Klicks können den vorhandenen Keywords nicht zugeordnet werden.

Unterschied zwischen „Passende Wortgruppe“ und „Modifiziert Weitgehend Passend“ wird diffus bei Google Ads

Passende Wortgruppe (phrase match) und weitgehend passend modifiziert (broad match modified) bekommen ein neues Attribut. Zukünftig gelten die bisherigen Abgrenzungsregeln für diese zwei Keyword Optionen nicht mehr, denn es werden durch die künstliche Intelligenz auch short und long tails in Betracht gezogen, welche einen ähnlichen Sinn haben. Google schreibt dazu: „Dann werden Wörter in der Suchanfrage berücksichtigt, die dieselbe Bedeutung wie das Keyword haben.“

Warum kommt das Update überhaupt?

Laut Google liegt es an den Suchenden, also den Endverbrauchern. Ihre Art zu suchen und das sich ihre Formulierungen stetig ändern, obwohl sie nach den gleichen Antworten suchen. Das alles im ständigen Wandel ist und auch Sprache und Kultur sich fortlaufend verändert, ist keine neue Erkenntnis. Aber wenn die Daten stimmen, sind 15% der täglichen Suchanfragen für Google neu. Da ist es aus ökologischer und ökonomischer Sicht nur logisch, die eignen Ressourcen weiter zu entwickeln. Die Serverfarmen von Google verbrauchen enorme Ressourcen. Was ist sonst für eine automatisierte Verknüpfung und Assoziation von Suchbegriffen besser geeignet als eine selbstlernende KI?! Dies sind die Hauptgründe, um sich den Bedürfnissen und Erwartungen der Gesellschaft und der Endverbraucher anzupassen. Google meint, dass es auch neue Möglichkeiten für Werbende gibt, leichter gefunden zu werden. Ziel ist es, eine noch größere Menschenmenge leichter ansprechen zu können. Das Update wird in den nächsten Wochen für die englische Sprache ausgeliefert werden. Andere Sprachen sollen bis 2020 nachziehen.

Auswirkung auf die Google Ads Kampagnen Erstellung

Weder die Reihenfolge, Schreibfehler, Abkürzungen, noch die generelle Wortstruktur müssen bei den neuen Suchanfragen enthalten sein. Bei modifiziert weitgehend passend und passende Wortgruppe bedeutet das konkret:

Mit der Suchanfrage „Schuhe für Frauen“ könnte ab jetzt auch die Bedeutung von „Damenschuhe“ sinngemäß gleichgestellt werden und als Auslöser der Werbeanzeigen fungieren.

Problematik des neuen Google Ads Updates

Wie eben schon beschrieben, können Suchbegriffe herangezogen werden, wo die KI meint, es gleichstellen zu können. Die Problematik, die sich hier stellt, ist, dass keiner Voraussagen kann, welche Suchbegriffe, wie gleichgestellt werden. Somit wird es schwierig, höchst individuelle Anzeigen produzieren zu können. Sie müssten dann eher etwas allgemeiner gehalten werden, um alle als Zielgruppe anzusprechen zu können. Auch ist unklar wie lange die Algorithmen von Google Ads brauchen, um aus den anfänglichen „Fehl-Assoziationen“ zu lernen. Sicher werden damit auch Anzeigen bei Suchenden angezeigt, die andere Suchergebnisse erwartet haben. Man kann es auch so betrachten, dass die Keyword Option „genau passend“ (exact match) weiter an Bedeutungslosigkeit gewinnt.

Hat die Segmentierung durch das Update noch Sinn?

Es wird sich in der täglichen Praxis zeigen, wie weit und stark diese Assoziationen der Google KI (Künstliche Intelligenz) eine Segmentierung auf Kampagnenebene, auf Anzeigengruppenebene und sich auf die speziellen Keyword Strategien auswirkt. Wir können in diesem Stadium der Entwicklung noch nicht genau sagen, was in welchem Umfang und wie intensiv diese Änderungen sich auswirken. Sicherlich sind breit gefächerte Branchen stärker betroffen als andere.

Was ist zu tun?

Eine kontinuierliche Überprüfung der Google Ads Zahlen scheint wohl unabdingbar, um bei Schwankungen oder Veränderungen schnellstmöglich gegensteuern zu können. Bei augenscheinlich unkontrollierbaren Keywords und den entsprechenden Klickpreisen, wäre eine vorübergehende Pausierung dieser oder die Änderung der Gebotsstrategie eine Lösung. Das Google Ads Tool auszuschließende Keywords wird wohl ein noch viel größeres Thema werden, um die gegebenenfalls augenscheinlich passenden Suchanfragen von Google eine kongruente Gegenmaßnahme zu bieten.

Wir werden das Thema weiterverfolgen und euch auf dem Laufenden halten.

 Euer Performance Marketing Heim AB Team

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